1. April 2020 - Kolumne JAGD-HEUTE

 

Jagd trotzt Corona

 

Man möchte es kaum noch ansprechen, geschweige denn zum Thema der ersten JAGD-HEUTE- Kolumne machen, doch die Coronakrise wirft ihre langen Schatten auch auf die Jagd. Zwar fällt diese unselige Zeit der Kontaktverbote glücklicherweise nicht in die Treib- und Drückjagdsaison. Doch drohende Ausgangssperren könnten theoretisch jedwede Jagd unmöglich machen. Um dieses gerade für viele Männer kaum vorstellbare Horrorszenario zu verhindern, hat der Deutsche Jagdverband – gewohnt breitbrüstig - die Jagd in einer Pressemitteilung kurzerhand zur „systemrelevanten Daseinsvorsorge“ für die Landwirtschaft erkoren! Was für ein Ritterschlag! Denn damit werden die Jäger auf ein Schild gehoben, das sie mit den wichtigsten, weil tragenden Säulen der Gesellschaft, den Ärzten, Pflegern, Politikern und Polizisten, teilen. Damit macht sich die Jagd mal eben so „systemrelevant“ und unverzichtbar wie die ärztliche oder die Grundversorgung. Der Deutsche Jagdverband begründet die Forderung nach der exponierten Stellung der Jäger/innen übrigens mit

  • dem „Kampf gegen die Ausbreitung der ASP“
  • dem Verhindern „großer Ernteausfälle“
  • der Nutriajagd an Deichen
  • sowie der Notwendigkeit regelmäßiger Nachsuchen nach Wildunfällen.

 

Doch ob hier wirklich Systemrelevanz vorliegt wird sich erst noch zeigen. Denn so wie die aktuelle Gesundheitskrise der Gesellschaft einen harten Charaktertest unterzieht, werden die vollmundigen Begründungen des Jagdverbands für eine unverzichtbare Jagd sich den aktuellen, teils akuten Problemherden stellen und sich messen lassen müssen! Sonst heißt es später „Große Klappe, aber nichts dahinter…“.

 

Rückblickend sind die Erfolge der Jagd, wie sie auf überwiegender Fläche in Deutschland ausgeübt wird, überschaubar. Nachdem man jahrzehntelang den Ersatzmann für die ausgestorbenen Bären, Wölfe und Luchse gemimt und vorgegeben hat, die Jäger würden die Wildbestände regulieren, stellt sich seit den 1990-er Jahren immer drastischer heraus, dass die Jäger eben nicht regulieren, geschweige denn reduzieren. Sie jagen stets im kompensatorischen Bereich, was in schweren Zeiten gut und nachhaltig ist (z.B. derzeit bei Hasen), in Zeiten von angezeigten Reduktionsanschüssen aber nicht wirkt. Die Abschüsse verhindern nur, dass die Bestände nicht noch rasanter anwachsen. Leider hat diese Art der Jagd und ihre grundfalsche, oft auch fadenscheinige Begründung zu einem stark ramponierten Image in der Gesellschaft geführt.        

 

Bemerkenswert ist in diesen Tagen auch, dass es plötzlich einen breiten Konsens darüber gibt, dass unsere Hirsche und Rehe stärker bejagt werden müssen, wenn sich die derzeit geschätzt 250.000 Hektar „Kalamitätsflächen“ artenreich wieder bewalden können sollen. Zwar hat der Landesbetrieb Wald und Holz NRW zum großen Teil schon vor den Jägern oder unwilligen Forstbediensteten kapituliert und kündigt großflächige Zäunungen im Landeswald an, um die Walderneuerung vor dem Schalenwild zu schützen! Aber selbst Verbände, die eine zielgerichtete, wildschadenorientierte Jagd über Jahrzehnte strikt abgelehnt hatten, stimmten der Schonzeitaufhebung für Böcke und Schmalrehe in NRW zu. Damit ist in der Wald-Wild-Debatte endlich die dritte (und letzte?) Stufe der Auseinandersetzung erreicht: Nachdem die Ökojagd-Szene zunächst belächelt (1970-er und 80-er Jahre) und später vehement bekämpft wurde (Diffamierungen und Denunziation), wird die Dringlichkeit nun, besser spät als nie, zähneknirschend anerkannt. Das Dogma der Hege- und Bewirtschaftungsjagd wankt stärker denn je - und wird bald Vergangenheit sein.     

Der Bau von Zäunen - v. a. zum Schutz der Felder vor Schwarzwild - wird von Jägern in ganz Deutschland betrieben und soll "systemrelevant" sein. Komisch nur,  dass die Anerkennug für eine solch existentiell wichtige Arbeit oft ausbleibt.

Für den naturnahen Wald ist eine zeitgemäße Jagd sogar nachweislich "systemrelevant". Doch viele "traditionelle" Jäger lehnen diese aus Prinzip ab und verhindern damit Wildregulation auf größerer Fläche.

 

 

23.3.2020 NRW verabschiedet ASP-Verordnung

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die „Verordnung über die Anwendung besonderer jagdlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)“ verabschiedet.

Zweck der VO soll die „effektive und zügige Tilgung einer festgestellten ASP zum Schutz der Wildtiere und zur Abwehr erheblicher Schäden in der Nutztierhaltung durch den räumlich und zeitlich begrenzten Einsatz besonderer jagdlicher Maßnahmen“.

ASP-VO NRW vom 28.02.2020.pdf
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16.3.2020 Film- und Literaturtipps für Quarantänetage

Durchgeknallt. Was bei der Jagd falsch läuft...

Dokumentation im SWR vom 29.6.2016; 44 min

 

Das System Milch

Film-Doku von Andreas Pichler; HR 22.8.19: 89 min

Es ist eines der großen Umwelt- und Naturprobleme in den Mittelgebirgen: die intensive Milchviehwirtschaft. Andreas Pichler zeigt die Hintergründe des Milchimperiums. Und Bauern, die sich von den Molkereien unabhängig gemacht haben.

 

Der Wald-Manager des Fürsten - Neue Ideen für einen alten Forst

ARD 21.3.2018; 30 min

Der Forstbetrieb des Fürsten von Hohenzollern in Sigmaringen - einer der ganz großen Privatwaldbesitzer in Deutschland.

 

WDR Planet Wissen: Jagd auf dem Prüfstand.

Sendung vom 10.1.2017; 59 min

 

WDR- Markt 11.3.2020; 15 min
 
Am 11. März wurde im WDR-Markt, Rubrik "Gegen den Strich", eine interessante Sendung über die Jagd gezeigt. Aussage: Die konventionelle Hobbyjagd (Trophäen, Event) werde in der Bevölkerung immer drastischer abgelehnt (militante Jagdgegner und extremer Tierschutz). Doch die Markt-Redaktion bricht dort eine Lanze für die Hobbyjagd - sofern sie wirklich zielgerichtet ausgeübt wird (Seuchenprophylaxe, Wildschadenprävention, Lebensmittelgewinnung). Dr. Martina Hudler von der Hochschule Weihenstephan und die Vertreter des Ökologischen Jagdverbandes untermauern das ganze fachlich.
 
Bemerkenswert ist auch, dass das hausgemachte "Leitbachen-Paradigma" jetzt von Tierschützern als Argument gegen die Schwarzwildjagd verwendet wird und den Verfechtern der Schwarzwild"bewirtschaftung" nun auf die Füße fällt!
 

Ein weiterer sehr guter Beitrag von "fachfremden" Journalisten des WDR über die Jagd:

 WDR Markt - Jagd: "Tödliches Hobby" oder Umweltschutz?

 

Ein WDR-Beitrag vom 31.5.2019 über unser "Rehwildprojekt" im Forschungsrevier Hagen, das wir gemeinsam mit dem RVR Ruhr Grün betreiben. Es werden zeitgemäße Jagdstrategien auf Rehe erprobt und die Auswirkungen auf Waldwildschäden wissenschaftlich untersucht.

Hunt Well and Good: An Interview with Donnie Vincent

ORIGINALLY PUBLISHED IN MODERN HUNTSMAN, VOLUME THREE: WILDLIFE MANAGEMENT 23.6.2019

10.3.20 - Novellierung des BJagdG noch vor dem Sommer!

Der Druck von Verbänden auf die Bundesregierung nimmt zu

Wie auf dem Nationalen Waldgipfel Im September vergangenen Jahres in Berlin von Bundesministerin Julia Klöckner angekündigt, soll das Bundesjagdgesetz nun im ersten Halbjahr 2020 novelliert werden. Derzeit befindet sich ein Entwurf zur Änderung des BJagdG in der Ressortabstimmung. Auf eine Kleine Anfragge der Bundestagsfraktion Die LINKE bestätigte die Bundesregierung nun, dass man "geeignete Maßnahmen prüfe, um das Ziel einer Naturverjüngung der Hauptbaumarten zu erreichen."  Derweil wächst der Druck auf die Bundesregierung: Nachdem der Deutsche Forstwirtschaftsrat bereits im Januar das Positionspapier für eine zeitgemäße Jagd
"Wald und Schalenwild in Einklang bringen!" (s. u.) veröffentlicht hat, legt nun der Forstausschuss der
Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände „Deutscher Kommunalwald“ nach und fordert in seinem Positionspaier "WALDSTERBEN 2.0 – OHNE STARKE WÄLDER KEIN KLIMASCHUTZ" in Punkt 8, KLIMAWANDEL, JAGD & WILD:
Neujustierung der Bundes- und Länderjagdgesetzgebungen pro Walderneuerung: „WALD vor WILD“
• Jagdzeiten auf Bundes- und Länderebene einheitlich auf früheren Vegetationsbeginn einstellen (Bejagung wiederkäuendes Schalenwild ab 1. April)
• „Verbissampel“ kurzfristig auf GRÜN schalten
• Schalenwildbestände nachhaltig und dauerhaft deutlich reduzieren
• Koppelung der Waldbauförderung an waldgerechte Wildbestände
• Bundesweites Monitoring durch flächendeckende Verbissgutachten

 

NRW hebt Schonzeit für Schmalrehe und Böcke im April auf!

Die untere Jagdbehörden werden gemäß § 24 Absatz 2 Landesjagdgesetz NRW zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden für die Jagdjahre 2020/21 bis einschließlich 2024/25 in den Waldgebieten mit hohen Waldschäden die Schonzeit für Schmalrehe und Böcke aufheben. Die  Hauptschadgebiete hat der Landesbetrieb Wald und Holz NRW bereits definiert (s. Karte). Die Unteren Jagdbehörden sollen nun per Allgemeinverfügung für ihren Zuständigkeitsbereich die Schonzeit aufheben. In Revieren bis 450 m Höhenlage wird die Schonzeit vom 1.4. bis 30.4. aufgehoben. In Revieren über 450 m Höhenlage vom 15.4. bis 30.4. (in der Karte die blauen Bereiche).

 

Jagdliche Maßnahmen zur Unterstützung der Wiederbewaldung nach den Kalamitätsschäden in den Wäldern von Nordrhein- Westfalen
Erlass Maßnahmen Wiederbewaldung.pdf
PDF-Dokument [983.7 KB]

                                                                                                                    Karte: Wald und Holz NRW

Karte der Hauptschadensgebiete_Wald und Holz NRW 2020
Hauptschadensgebiete2ms.pdf
PDF-Dokument [733.0 KB]

14.2.20   Jagd - Wildbiologie - Wildmanagement

Etwa 45.000 heimische Tierarten gibt es in Deutschland, wovon ca. 16.000 Arten extrem selten oder gefährdet sind. 99% der gefährdeten Arten genießen keinen spezifischen Artenschutz durch den Menschen. Über 95% aller Tierarten werden in keiner Form vom Menschen „gemanagt“, bejagt oder „bekämpft“. Dies betrifft nur

  • Arten von besonderem Interesse wie seltene oder bedrohte Arten, z.B. Großer Brachvogel, oder solche mit besonderer (Trophäen-) Eigenart, z.B. Rotwild
  • Arten von Interesse für den menschlichen Nutzen, z.B. wildbretliefernde Arten oder Honigbienen
  • Arten, die eine Gefahr für Menschen sein können wie z.B. Bird-Control an Flughäfen oder Eichenprozessionsspinner etc. (Abb.)

Eine zeitgemäße Jagd bzw. gute jagdliche Praxis ist heute wichtiger denn je, da sie ein wichtiges Instrument ist, um den gesellschaftlich eingeforderten Waldumbau zu realisieren oder auch um Tierseuchen einzudämmen. Diese zielorientierte Jagd resultiert aus einer permanenten Weiterentwicklung des Jagdwesens. Dem zügigen Tempo der gestiegenen Anforderungen an unseren Umgang mit Wildtieren konnte die klassische Wildbiologie allerdings nicht folgen. Diese stellt einzelne Wildtiere von besonderem Jägerinteresse in den Mittelpunkt und stützt weiterhin die Hegejagd mit ihren Bewirtschaftungsprinzipien. Eine zeitgemäße, ökologisch orientierte Jagd dagegen stellt prinzipiell die Ökosysteme in den Mittelpunkt und die Wildarten in den ökologischen Zusammenhang.

 

Lesen Sie zu dem Thema  den Beitrag "Survival of the fittest - Wie sich die Wildbiologie immer weiter von der guten jagdlichen Praxis entfremdet" (links).

15.1.2020 Positionspapier des Deutschen Forstwirtschaftsrates DFWR

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat hat das "Positionspapier für eine zeitgemäße Jagd: Wald und Schalenwild in Einklang bringen!" heraus gegeben:

Deutscher Forstwirtschaftsrat: Positionspapier für eine zeitgemäße Jagd. Wald und Schalenwild in Einklang bringen!
DFWR_Positionspapier_Jagd.pdf
PDF-Dokument [160.1 KB]

16.12.2019 Schwarzwildartikel aktualisiert

Zeitgemäße Schwarzwildbejagung

Der viel diskutierte Artikel "Schwarzwild - Bewirtschaftung oder Reduktion" erschien im Oktober 2016 auf dieser Webseite und wurde in der ÖKOJAGD 4/2016 veröffentlicht. Der Online-Beitrag wird fortlaufend hier auf dieser Webseite, zuletzt am 16.12.2019, aktualisiert.

 

Neue Wälder gibt es nur mit entsprechender Jagd!

Eigentümer, die die Bedürfnisse unserer in die Knie gezwungenen Wälder ignorieren und weiterhin die einseitigen Interessen einzelner Jäger (schnelles Geld aus hohen Pachteinnahmen!) bedienen, handeln höchst fahrlässig! Der Kommunal- und Staatswald ist gefordert, so rasch wie möglich konsequent zu handeln und unsere Wälder endlich entsprechend bejagen zu lassen! 

 

Informieren Sie sich auf diesen Webseiten. Beratung und Unterstützung finden Sie bei uns (Kontakt) oder den Mitgliedern des Netzwerks.

 

Der Wolf in NRW

In NRW häufen sich die Nachweise von einzelnen Wölfen in diesem Jahr deutlich. Am 3. Juli 2019 hat NRW das dritte Wolfsgebiet "Eifel - Hohes Venn" ausgewiesen. Einen stets aktuellen Überblick gibt das LANUV in Recklinghausen:

Das "Zeitalter des Schalenwilds"

Mit dem Rückgang des Niederwilds in den Feldrevieren in den 1980-er Jahren setzte zeitgleich eine stete Zunahme von Rehen und Wildschweinen, später auch von Hirschen ein. Spätestens seit der Jahrtausendwende kann wohl vom "Zeitalter des Schalenwilds" gesprochen werden. Obwohl der Druck auf Landschaft und Wälder nie größer war (Verkehr, Erholung), kommt in den Wäldern mehr Schalenwild vor als jemals zuvor! Und Wildschweine erobern weitere, auch waldarme Areale, in denen sie dauerhaft siedeln. Daraus ergeben sich zwangsläufig Konflikte: Tierseuchengefahr, erhöhtes Wildunfallrisiko und zunehmende Wildschäden in Wald und Flur.

Während die Niederwildjagd eine "Kann-Jagd" ist (wenn die Niederwildbesätze des Revieres es hergeben, kann man auf der Treibjagd "ernten"), ist die Jagd auf Schalenwild ein "Muss"! In den letzten Jahren zeigte sich allerdings immer deutlicher, dass die Jagd, so wie sie traditionell ausgeübt wurde, den Anforderungen an eine wirksame Regulierung der Bestände nicht gerecht wurde. Revierbezogene "Hege", selektives Jagen und Trophäenorientierung führten dazu, dass die Jagd im rein kompensatorsichen Bereich stattfand. Das heißt, es wurde andauernd weniger erlegt (plus sonstige Mortalität!) als jährlich "nachreproduziert" wurde. Die stetig anwachsenden Bestände sind der Beleg - die ausufernden Wildschäden die Folge.

Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die Jagd zeitgemäße, praxisnahe Lösungen findet, die teils sehr hohen Schalenwilddichten abzusenken.         

 

Kaum bejagtes Rehwild - Problem nicht nur für den Verkehr...

Landwirtschaft und Artenvielfalt

Mit den Bauern verschwinden auch die Tiere der Feldflur

Seit drei Jahrzehnten schaut "die Gesellschaft" dem "Höfesterben" in der Landwirtschaft zu. Die Menschen auf dem Land schauen fassungslos zu, wie die bäuerliche Kulturlandschaft verschwindet. Und die Jäger schauen machtlos zu, wie das Rebhuhn, die Charakterart der bäuerlichen Kulturlandschaft, nach und nach ausstirbt.

Und mit ihm - von den meisten unbemerkt - zahlreiche andere Pflanzen-, Insekten- und Vogelarten. Die einst artenreiche Lebensgemeinschaft der Feldflur ist nur noch in Fragmenten vorhanden. Ohne "Wildkräuter" und "Pflanzenvielfalt" sterben die Tierarten aus. Wann haben Sie zuletzt einen Schmetterlng über ein Weizen- oder Maisfeld fliegen sehen?

Dieses Rebhuhn sitzt in intensiv genutzter Mähwiese und sucht seinen ausgemähten "Anhang". Es ist eines der letzten Rebhühner in einer Region im Münsterland, in der es  vor dreizehn Jahren noch zahlreiche Rebhühner gab.   

Die Jäger/innen in den Niederwildregionen sind heute mehr denn je als als "Heger" gefordert - wobei der Erhalt der Rest-Lebensräume und die Schaffung neuer Lebensräume die zentrale Aufgabe beim Erhalt der Lebensgemeinschaft Feldflur ist. Einseitige Fokussierung auf wenige Wildarten (Fasan!) und die bloße "Bekämpfung" der Konkurrenz ist nicht mehr zeitgemäß und hilft nicht weiter. Der Rückgang der Hasen- und Fasanenstrecken ist kaum noch durch verstärkte Raubwildbejagung zu kompensieren. Viele Jäger und Landwirte setzen sich daher für den Erhalt der Lebensräume ein. Doch gegen die politisch gewollte Industriealsierung der Landwirtschaft ist offenbar und sprichwörtlich kein Kraut gewachsen (s. weitere Glyphosat- Verwendung..).  

Ohne eine grundsätzliche Änderung hin zu einer naturverträglichen Landwirtschaft wird das Artensterben in der Agrarlandschaft ungebremst fortgeführt.

 

Die Probleme sind seit 30 Jahren bekannt.

 

Am 6.5.2019 hat der UN-Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES auf die dramatische Situation aufmerksam gemacht. Ob sich dieser bei der Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik auswirkt - oder diese doch wieder von der Agrarindustrielobby diktiert wird?

 

Themen: Landwirtschaft und Umweltschutz, Niederwild und Landwirtschaft

 


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